Im Fachbereich Elektro- und Kommunikationstechnik der Berner Fachhochschule BFH-TI wurde mit einigen Diplomarbeiten ein mechanisches Modell des Strategiespieles 4-gewinnt, welches mit Hilfe eines Embedded Webservers aus dem Internet bedient werden kann, entwickelt.

Dabei wollte man sich nicht nur auf das Mit- verfolgen eines Spieles beschränken, vielmehr soll ein Spieler im Internet mit dem mechanischen Modell spielen können, was eine interaktive Kommunikation mit dem System erforderlich macht.

Damit die mechanische Umsetzung überhaupt einen Sinn macht, muss der Ball möglichst zu jedem Zeitpunkt für den Zuschauer sichtbar sein. Deshalb besteht das Spielfeld, wie auch die restlichen Teile, in denen sich die Bälle bewegen, aus transparentem Plexiglas. Mit einer Webcam wird das Spielfeld zum Internetspieler übertragen.

Weil es in unserer Anwendung nicht nur darum geht, per Internet einen Spielzustand abzufragen um in einem Browser darzustellen, suchten wir nach einem Produkt, dessen Controller, zur Sensor- Aktor- Kommunikation möglichst viele frei programmier- bare Ein- und Ausgänge und wenn möglich ein standardisiertes Bussystem zur Verfügung stellt. Der Entscheid viel nicht zuletzt auf den Single Chip Embedded Webserver SC123 der Fa. Beck, weil der verwendete Controller den CAN-Bus unterstützt.

 

 

Weitere Informationen:

www.beck-ipc.com

 

 

Wie funktioniert das Spiel?

 

Zwei Spieler lassen abwechslungsweise farbige Spielsteine in Form von Schaumstoff-Spielbällen in Plexiglasröhren fallen, und versuchen dabei, vier gleichfarbige Steine horizontal, vertikal oder diagonal in einer Reihe zu platzieren.

 

Das Programm unterscheidet drei verschiedene Spielerarten:

 

• Lokaler Spieler am mechanischen Modell
• Spieler im Internet mit einem Java Applet
• Virtueller Spieler, der Mikrokontroller, ein anspruchsvoller Partner!

 

Sowohl ein lokaler Spieler aber auch ein Spieler im Internet können ein neues Spiel starten. Sobald ein zweiter Spieler gefunden wird, startet das Spiel. Der zweite Spieler kann wieder ein lokaler Spieler oder ein Spieler im Internet sein. Wenn sich während einer gewissen Zeit kein zweiter Spieler finden lässt, startet das Spiel mit einem virtuellen Spieler als Gegner. Nach zehn Minuten ohne Aktion startet das Programm ein Spiel mit zwei virtuellen Spielern.

Der Spieler im Internet bedient das Spiel mit dem nachfolgend abgebildeten Applet. Die Grafik ist realitätsgetreu gestaltet, so dass der Internetspieler die gleichen Bedienelemente wie der lokale Spieler am mechanischen Modell vorfindet. Neben dem Applet steht das Bild einer Webcam, welche mit einer leichten zeitlichen Verzögerung den Spielstand wiedergibt.

 

 

Mit der Start-Taste kann das Spiel gestartet werden, d.h. es wird eine Verbindung mit dem Embedded Webserver aufgebaut. Mit der Stop-Taste kann ein laufendes Spiel abgebrochen werden. Die Bälle werden mit den Tasten unterhalb der Ballsäulen ausgelöst. Im Displayfeld (Drücke Startknopf! Demo läuft..) liefert der Webserver die für den Internetspieler notwendigen Informationen. Drückt man beispielsweise die Start-Taste und es ist bereits ein Spiel aktiv (was man eigentlich mit der Webcam sehen müsste) meldet der Webserver im Displayfeld, "keine Verbindung zum Webserver! Es läuft bereits ein Spiel...".

 

Hier gehts zum Spiel (momentan nur am schulinternen Netz) --->